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Die rote Vogelmilbe

Die rote Vogelmilbe, oder auch Blutlaus, ist eine sehr verbreitete kleine Milbe, die in erster Linie in der Legehennenhaltung viele Probleme macht. Das kleine Tierchen saugt das Blut aus den Hühnern und sorgt so für Leistungseinbußen und den Tod mancher Hennen. Zudem überträgt die rote Vogelmilbe verschiedene Infektionen.

Erstmals wurde die rote Vogelmilbe in den 1770er Jahren beschrieben. Seitdem hat sie sich in Asien, Europa und Nordamerika verbreitet. Sie kann in jeder Haltungsform auftreten und ist meist schwer zu bekämpfen, da sie sehr klein ist und sich sehr gerne versteckt. Die rote Vogelmilbe ist ca. ½ bis 1 mm groß und grau. Wenn sich die Laus dann mit Blut vollsaugt, wird sie dann rot.

Wie erkenne ich das meine Hühner unter roten Vogelmilben leiden?

Ein Blutlausbefall wird nur durch wenige Symptome begleitet und ist nicht ganz so einfach zu erkennen. Zeichen für einen Befall der roten Vogelmilbe sind unruhige und gestresste Tiere. Verstärktes Picken und Kannibalismus kommen durch den Juckreiz, den die Tiere spüren. Außerdem sind die Hennen anfälliger für Krankheiten, die Legeleistung sinkt und die Futterzunahme steigt an. Ist der Blutverlust zu hoch kann es außerdem sein, dass das betroffene Tier stirbt.

 

Wie kommen die roten Vogelmilben in den Stall?

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten wie die Blutläuse in die Nähe der Tiere gelangen könnten. Beispielsweise von Transportboxen, Eierschachteln oder durch andere Tiere und Menschen. Außerdem ist die rote Vogelmilbe sehr widerstandsfähig, sie überlebt bei Temperaturen zwischen - 25°C bis + 45°C und kommen bis zu einem Jahr ohne Blutmahlzeit aus.

 

Am liebsten mögen es die Blutläuse, wenn es warm und feucht ist. Deshalb vermehren sie sich im Sommer besonders schnell. Da die rote Vogelmilbe nachtaktiv ist, verbringen sie die Tage meist in ihren Verstecken. Nachts kommt sie dann raus, und setzt sich auf die ruhende Henne und saugt das Blut aus dem betroffenen Tier.

 

Wie kann man einen Befall der roten Vogelmilbe behandeln und verhindern?

Die Bekämpfung der Roten Vogelmilbe ist nicht ganz einfach. Es gibt mehrere chemische Mittel, welche die Blutläuse abtöten. Aber es besteht auch die Möglichkeit einer biologischen Schädlingsbekämpfung.

 

Wichtig um die rote Vogelmilbe unter Kontrolle zu bekommen ist in erster Linie die Hygiene. Bevor eine neue Herde in den Stall gesetzt wird sollte durch eine Vorbehandlung der Stall ordentlich gereinigt und desinfiziert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Mittel auch in Ecken und Löcher gelangen, da sich dort die Blutläuse tagsüber verstecken.

 

Die rote Vogelmilbe kann sehr gefährlich für die Hennen werden, da die Tiere durch zu viele Bissen sterben können. Mit der richtigen Herangehensweise lässt sich das Problem jedoch in den Griff bekommen.

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Der Blutlaus Zyklus

Die rote Vogelmilbe entwickelt sich innerhalb nur weniger Tage und kann deshalb sehr großen Schaden anrichten. Das weibliche Tier legt in den ersten 24 Stunden nach dem Sie das ausgewachsene Stadium erreicht hat, Eier ab. Aus diesen schlüpfen nach 2-3 tagen Larven.

In den nächsten 6-7 Tagen wächst die Larve zu einer ausgewachsenen Vogelmilbe heran. Nach etwa einer Woche ist ein Zyklus vollendet und eine Larve hat sich zu einem Ausgewachsenen Tier entwickelt. Die ist ein weiterer Grund warum sich die Rote Vogelmilbe oder Blutlaus so schnell verbreitet.