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Akute Gebärmuttermetritis

Eine akute Gebärmuttermetritis ist eine Entzündung der Gebärmutterwand, die in den ersten Tagen nach dem Kalben einer Kuh auftritt. Der Geburtskanal ist nach dem Abkalben geöffnet, daher ist es für Bakterien sehr einfach, in die Gebärmutter einzudringen.

Etwa 90% aller Kühe sind von einem Bakterienbefall nach dem Abkalben betroffen. Folgen einer Metritis sind in erster Linie eine vorübergehende oder dauerhafte Fruchtbarkeitsbeeinträchtigung. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, entwickelt sich eine akute Metritis zu einer chronischen Form weiter.

Akute Gebärmuttermetritis

Wie erkennen Sie eine akute Gebärmuttermetritis?

Bei der akuten Form der Metritis hat die Kuh mehr als 39,5°C Fieber, Schmerzen und ein gestörtes Allgemeinverhalten. Damit ist gemeint, dass das Tier sehr viel liegt, wenig frisst und dehydriert ist. Schmerzen äußert die Kuh zum Beispiel durch Zähneknirschen oder einem aufgezogenen Rücken. Zudem scheidet das Tier große Mengen von rot-bräunlichem oder eitrigem Ausfluss aus.

 

Wie infizieren sich die Tiere mit einer akuten Metritis?

Bakterien aus der Umgebung der Kuh gelangen durch den offenen Geburtskanal in die Gebärmutter, die sich daraufhin entzündet. Erfolgt dies in den ersten 21 Tagen nach dem Abkalben, handelt es sich um eine akute Metritis, danach um eine Endometritis.

 

Begünstigt wird diese Entzündung zum einen durch Geburtsverletzungen nach Schwergeburten oder Totgeburten. Stress, Energiemangel und subklinisches oder beginnendes Milchfieber können ebenfalls negative Auswirkungen auf eine Entzündung der Gebärmutter haben. Zudem spielt die Hygiene während und nach der Geburt eine sehr große Rolle.

 

Kühe nach Schwergeburten, Totgeburten oder Zwillingsgeburten haben ein besonders hohes Risiko an einer akuten Metritis zu erkranken. Aber auch überkonditionierte Kühe oder Kühe mit Milchfieber können besonders betroffen sein.

 

Wie behandelt man eine akute Gebärmuttermetritis?

Stellt der Veterinär eine akute Metritis fest, verabreicht er ein Breitbandantibiotikum und verbessert mit Entzündungshemmern und Infusionen den Kreislauf und den Allgemeinzustand der Kuh.

 

Vorbeugen lässt sich eine Metritis leider nicht, aber das Risiko lässt sich deutlich minimieren. Optimale Haltungsbedingungen verbessern den Allgemeinzustand des Tieres. Eine hygienische Umgebung während und nach der Geburt ist ebenfalls sehr wichtig. Einstreu oder Desinfektionsmittel können dabei unterstützend wirken. Sterilisiertes Geburtswerkzeug und eine korrekte Geburtshilfe können die Wahrscheinlichkeit einer akuten Gebärmuttermetritis zusätzlich verringern. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Energiebedarf der Kuh ausreichend gedeckt ist.

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