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E-Coli Mastitis

E-Coli Mastitis

Eine E-Coli Mastitis ist eine hochakute Blutvergiftung, die sehr gefährlich für die Tiere sein kann. Wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann das betroffene Euterviertel absterben. Falls die Krankheit auch andere Organe befällt, kann auch ein Organversagen, oder der Tod der Kuh, nicht ausgeschlossen werden.

Problematisch an E-Coli Mastitis ist nicht der Erreger selbst, da E-Coli Bakterien sehr schnell zerfallen, sondern die Toxine, die freigesetzt werden. Diese Toxine schädigen dann die Zellen im Euter. Der Körper reagiert mit einer Abwehrreaktion, in deren Verlauf sich der Euter entzündet. Diese Entzündungsreaktion schwächt die Tiere so stark, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr gegen die Toxine wehren können.

Wie erkennen Sie eine E-Coli Mastitis?

Die ersten Symptome einer E-Coli Mastitis sind plötzlich einsetzendes, hohes Fieber, meist über 40°C, und starke Schwellungen, Wassereinlagerungen, Rötungen und Wärme am Euter. Zudem setzt die Milchleistung aus und anstelle der Milch kommt ein wässriges, gelb-rötliches Sekret aus dem Euter. Im Krankheitsverlauf können außerdem noch Durchfall und eine Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems auftreten. Wenn die Toxine in die Blutbahn geraten, vergiften sie in kurzer Zeit auch die anderen Organe und das Tier stirbt an Organversagen.

 

Nachweisen lässt sich eine E-Coli Mastitis durch die Untersuchung einer Milchprobe. Die Behandlung der Tiere sollte unmittelbar nach der Entnahme der Probe beginnen, da eine E-Coli Mastitis einen so akuten Verlauf hat, dass das Warten auf das Ergebnis tödlich für das Tier sein kann. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass die Entnahme hygienisch abläuft.

 

Wie infiziert sich das Tier mit E-Coli Mastitis?

E-Coli Bakterien befinden sich in erster Linie im Kot der Tiere, unabhängig davon, ob die Kuh gesund oder krank ist. Somit gehören Bakterien auch zu täglichen Umgebung der Kühe im Stall. Problematisch wird es erst dann, wenn das Immunsystem der Tiere sehr geschwächt ist oder die Keimbelastung wesentlich höher ist als im Normalzustand. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Bakterien in den Euter gelangen. Beispielsweise ist eine Übertragung über das Blut aus dem Magen-Darm Trakt möglich. Aber auch durch äußere Einflüsse wie Schnittwunden am Euter können E-Coli Bakterien in den Körper gelangen und so den Euter vergiften.

 

Wie kann man die Tiere bei E-Coli Mastitis behandeln ?

Um das Tier zu behandeln, muss spezielles Antibiotika verabreicht werden. Hinzu kommt ein entzündungshemmendes Arzneimittel und eine Infusion, um den Mineralhaushalt zu unterstützen. Wenn das Tier von selbst kein Wasser mehr aufnehmen kann, sollte man es drenchen.

 

Es gibt für Landwirte einige Möglichkeiten, die Gefahr einer E-Coli Mastitis zu reduzieren. Da ein intaktes Immunsystem eine sehr große Rolle bei der Vorbeugung einer Infektion spielt, ist es wichtig dieses zu unterstützen. Bei einer guten Stallhygiene kann Einstreu helfen, den Keimdruck in den Boxen zu reduzieren. Mit Hilfe von Euterpflegemitteln werden die Zitzen gepflegt und gereinigt und so die Melkhygiene wesentlich verbessert.

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