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Endometritis

Endometritis

Eine Endometritis ist eine Entzündung der Gebärmutter, die ab dem 21. Tag nach dem Abkalben auftritt. Wenn sich die Gebärmutter schon vorher, entzündet handelt es sich um eine Metritis, diese kann sich jedoch zu einer Endometritis entwickeln, wenn sie nicht behandelt wird. Es gibt zwei Formen der Krankheit: Die chronische und die subklinische. Beide Formen der Krankheit resultieren in einer Unfruchtbarkeit der erkrankten Kuh. Zudem ist der Übergang zwischen der chronischen Form und der subklinischen Form fließend.

Wie erkennen Sie eine Endometritis Erkrankung?

Die Symptome der beiden Formen sind sehr unterschiedlich. Eine chronische Endometritis äußert sich hauptsächlich mit einem schleimigen-eitrigen Ausfluss, den die Kuh in erster Linie im Liegen oder während der Brunst ausscheidet. Zudem muss eine rektale oder vaginale Untersuchung des Hoftierarztes erfolgen, um den Verdacht auf eine Endometritis zu bestätigen.

 

Eine subklinische Endometritis kann man äußerlich nicht erkennen. Das allgemeine Wohlbefinden der Kuh ist nicht beeinträchtigt und oft wird das Tier bei der rektalen/ vaginalen Untersuchung als gesund angesehen. Bei einer subklinischen Endometritis steigt die Anzahl der Entzündungszellen an und diese stören dann die Funktion der Gebärmutterschleimhaut. Leider ist eine Diagnose nicht ganz einfach. Es kann sein, dass eine Verdickung der Schleimhaut erkannt werden kann, dies ist aber nicht immer der Fall. Am sichersten lässt sich eine subklinische Endometritis mit einer Gewebeprobe/ Biopsie nachweisen. Diese Methode ist aber durch Aufwand und Preis nicht praxistauglich.

 

Wie erkrankt das Tier?

Hygiene während und nach der Geburt spielt eine sehr große Rolle. Während des Abkalbens besteht ein hoher Infektionsdruck, eine unsaubere Geburtshilfe oder unhygienische Stallverhältnisse können die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zusätzlich erhöhen. Aber auch ein schwaches Immunsystem oder eine Gebärmutter, die durch eine Totgeburt oder Schwergeburt geschwächt oder verletzt wurde, begünstigt eine Endometritis. Zudem kann es sein, dass sich die Gebärmutter nicht vollständig reinigt und zurückbildet, und Bakterien so einfacher in den Organismus gelangen.

 

Wie kann man eine Endometritis behandeln?

Wichtig für die erfolgreiche Therapie einer Endometritis ist, dass die Kuh einen regelmäßigen Zyklus hat und rindert. Wenn eine Kuh keinen Zyklus hat, muss sie von einem Tierarzt behandelt werden. Bei einer Endometritis-Erkrankung sollten nach der Einschätzung des Hoftierarztes Antibiotika und desinfizierende Mittel verabreicht werden.

 

Endometritis lässt sich leider nicht gänzlich verhindern, aber das Risiko einer Erkrankung kann gesenkt werden. Die Kalbung sollte so ruhig und stressfrei wie möglich für das Tier ablaufen. Außerdem kann Einstreu die Hygiene in der Stallumgebung verbessern. Eine zusätzliche Nährstoffzufuhr unterstützt das Immunsystem der Kuh. Aber auch durch die routinemäßige Untersuchung der Gebärmutter, etwa 2-3 Wochen nach dem Abkalben, kann man eine Endometritis frühzeitig erkennen und so Schlimmeres verhindern.

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