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Subakute Pansenazidose

Subakute Pansenazidose

Eine Pansenazidose ist eine Verdauungsstörung, bei der der pH-Wert des Pansens fällt und der Pansen so übersäuert. Es gibt zwei Formen der Pansenazidose: Zum einen die akute Form, die immer seltener auftritt aber gefährlicher ist, und die häufig auftretende, subakute Form. Diese entwickelt sich auf vielen Höfen schon zu einem Bestandsproblem und kann aufgrund der Folgeerkrankungen auch zu großen wirtschaftlichen Verlusten führen. Zudem sind Kühe, die an einer subakuten Pansenazidose erkrankt sind, wesentlich anfälliger für Euter-, Klauen- und Fruchtbarkeitserkrankungen.

Wie erkennen Sie eine Subakute Pansenazidose?

Da die Symptome nicht sonderlich spezifisch sind, gilt es mehrere Anzeichen zu beachten, um eine genaue Diagnose stellen zu können. Erkennen lässt sich die Krankheit zum Beispiel daran, dass sich die Milchleistung verringert, die Kuh aufhört wiederzukäuen und die aufgenommenen Futtermengen variieren. Zudem gehört eine veränderte Konsistenz des Kots zu den Symptomen. Bei einer subakuten Pansenazidose sehen die Kühe oft etwas abgemagert aus. In vielen Fällen ist leider die ganze, beziehungsweise ein großer Teil der Herde betroffen.

 

Wie erkrankt das Tier an einer Subakuten Pansenazidose?

Eine subakute Pansenazidose tritt meist in der Frühlaktation oder Hochlaktation auf, da in dieser Zeit größere Mengen an Kraftfutter verfüttert werden. Bei einer subakuten Pansenazidose verändert sich die Konzentration von flüchtigen Fettsäuren im Pansen, da sich der Anteil an Rohfaser im Futter verringert und die leicht verdaulichen Kohlenhydrate ansteigen. Durch den Rohfasermangel, den die Kuh erleidet, verringert sich die Kauaktivität und somit auch der Speichelfluss der Tiere. Dies hat zur Folge, dass der optimale pH-Wert für die Organismen im Pansen unterschritten wird. Kritisch wird es, wenn der pH- Wert auf unter 5,5 sinkt und der Pansen so übersäuert.

 

Wie wird eine subakute Pansenazidose behandelt?

Um eine subakute Pansenazidose zu behandeln, muss Rücksprache mit dem Hoftierarzt gehalten werden. Am einfachsten ist es, der Erkrankung durch eine wiederkäuergerechte Fütterung vorzubeugen. Das bedeutet, dass der Anteil an Rohfaser im Futter ausreichend hoch ist und nicht zu viele leicht lösliche Kohlenhydrate beinhaltet sind. Wichtig ist außerdem, dass die Silage gut schmeckt und frei von Mycotoxinen ist. Produkte wie MS Mycoprotect unterstützen als Futterergänzungsmittel dabei, Mycotoxine zu binden und so die Silage schmackhafter zu machen.

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