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Ferkeldurchfall durch E-Coli

Ferkeldurchfall durch E-Coli Bakterien

Sehr viele Betriebe haben mit Ferkeldurchfall zu kämpfen und häufig sind die Probleme schwierig in den Griff zu bekommen. Dabei gibt es gibt verschiedene mögliche Ursachen für Ferkeldurchfall. Beispielsweise Clostridium, ein Bakterium dass eine Magen-Darm Erkrankung auslöst und in manchen Fällen auch tödlich enden kann. Aber auch E-Coli Bakterien können starken Ferkeldurchfall auslösen.

Wie erkennt man, dass die Tiere unter Ferkeldurchfall leiden, der durch E-Coli Bakterien ausgelöst wird?

Ferkeldurchfall ist sehr einfach zu erkennen, da die Tiere dabei einen geblichen, wässrigen Kot ausscheiden. Zudem ist der Geruch sehr unangenehm.

 

Wie infizieren sich die Schweine mit E-Coli Bakterien?

Der Ferkeldurchfall tritt ab dem 1. Lebenstag bis zu einige Tage nach der Geburt auf. Bei einem schnellen Ausbruch können auch Würfe im Alter von einer Woche Symptome zeigen. Häufig sind die Ferkel von Jungsauen am stärksten betroffen.

 

Sobald das Ferkel die E-Coli Bakterien aufgenommen hat, gelangen diese vom Magen in den Darm. Wenn die Colibakterien im Dünndarm angekommen sind, haften sie sich an die jungen Darmzellen und Darmzotten. Wenn die E-Coli Bakterien sich dann im Darm festgesetzt haben, beginnen sie mit der Produktion von Toxinen. Diese Toxine haben einen direkten Einfluss auf den Wasserhaushalt im Darm, was wiederum bewirkt, dass der Darm Feuchtigkeit ausscheidet. Betroffene Ferkel zeigen Anzeichen von Austrocknung, zudem kriechen sie auf den Bauch der Sau in der Hoffnung Wärme zu bekommen.

 

Wie lassen sich E-Coli Bakterien bei Ferkeln behandeln?

Um dem Ferkeldurchfall zu behandeln, gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Tierarzt kann beispielsweise kranke Ferkel mit Antibiotika (oral oder mit einer Injektion) behandeln. Außerdem gibt es mehrere Impfungen gegen Coli-diarrhoe, mit der die Sau geimpft werden kann. Haben die Sauen und Jungsauen einen ausreichenden Impfschutz, erhalten die Ferkel über die Biestmilch Antikörper. Eine Antibiotikabehandlung ist dann häufig nicht mehr notwendig.

 

Ferkel mit Durchfall haben einen hohen Bedarf an Wärme und Feuchtigkeit. Das Ferkelnest muss sehr trocken und mindestens 35 °C warm sein. Kranke Ferkel benötigen zusätzliche Feuchtigkeit und Elektrolyte. Diese können in einem gesonderten Trog verabreicht werden. Um zu verhindern, dass der Trog zu einer Infektionsquelle wird, sollte dieser zwei Mal täglich erneuert werden.

 

Neugeborene Ferkel mit Ferkeldurchfall sollten besser nicht direkt nach der Geburt behandelt werden. Um den Stressfaktor für die Ferkel zu verringern, empfehlen wir, die infizierten Ferkelbuchten in den ersten Stunden nicht zu betreten.

 

Um E-Coli Bakterien und Ferkeldurchfall präventiv im Stall zu bekämpfen, ist Hygiene sehr wichtig. Denn durch eine gute Hygiene verhindern Sie die Ausbreitung von E-Coli Bakterien zwischen den verschiedenen Würfen und Abteilungen. Desinfektionsbecken für Stiefel können dabei helfen, die E-Coli Bakterien nicht in andere Abteilungen zu übertragen. Zudem muss auf die Handhygiene besonderer Wert gelegt werden. Deshalb sollte nur mit Handschuhen gearbeitet werden. Alle Materialien, die verwendet werden, sollten nach Behandlung der Ferkel ausgetauscht werden. Und auch die Gerätschaften müssen vor dem erneuten Einsatz gereinigt werden.

 

Die verschiedenen Behandlungsmaßnahmen und eine solides Hygienekonzept können dabei helfen, das Problem von Ferkeldurchfall durch E-Coli Bakterien langfristig in den Griff zu bekommen.

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