Mastitis bei Kühen
Mastitis bei Kühen

Wie man Mastitis bei Kühen vorbeugt

Mastitis, eine Euterentzündung bei Kühen, ist ein großes Problem in der Milchviehhaltung und verursacht erhebliche wirtschaftliche Verluste.

Eine wirksame Vorbeugung durch das Behandeln potenzieller Risikofaktoren und das Umsetzen von Biosicherheitsmaßnahmen, ist entscheidend für die Erhaltung der Gesundheit Ihrer Kühe und der Rentabilität Ihres Betriebs.

Veröffentlicht am 20.02.2025 | Zuletzt aktualisiert am 14.10.2025

Was verursacht Mastitis bei Kühen?

Mastitis, eine Euterentzündung, wird in erster Linie durch Bakterien verursacht wie Staphylococcus aureus, Escherichia coli und Streptokokkus uberis. Diese Krankheitserreger können durch den Zitzenkanal in das Euter gelangen, insbesondere wenn die natürlichen Abwehrkräfte der Kuh geschwächt sind oder die Hygienebedingungen schlecht sind.

40%

der Milchkühe sind von Mastitis betroffen

235 kg

durchschnittlicher Milchproduktionsverlust pro Laktation aufgrund von klinischer Mastitis

230 €

Geschätzte jährliche Kosten pro Kuh aufgrund von klinischer Mastitis

Wie verbreitet sich Mastitis bei Kühen?

Mastitis kann sich auf verschiedene Weise innerhalb eines Betriebs ausbreiten:

  • Direkter Kontakt: Zwischen Kühen beim Melken oder auf der Weide.
  • Melkgeschirr: Verwendung kontaminierter Melkgeräte.
  • Umwelt: Kontakt mit kontaminierter Einstreu, Dung oder Wasser.
  • Personal: Übertragung von Bakterien über die Hände, Kleidung oder Stiefel der Arbeiter.

Was sind die Symptome einer Mastitis bei Kühen?

Mastitis kann klinisch oder subklinisch sein:

  • Klinische Mastitis: Diese Form ist sichtbar und äußert sich durch eindeutige Symptome wie Euterentzündung, Veränderungen in der Milch (Klumpen, Eiter oder Blut) und manchmal auch durch systemische Anzeichen wie Fieber und Lethargie.
  • Subklinische Mastitis: Diese Form ist heimtückischer, da sie keine offensichtlichen Symptome aufweist. Sie kann jedoch durch einen Anstieg der somatischen Zellzahl (SCC) in der Milch nachgewiesen werden.
  1. Geschwollenes, rotes und schmerzhaftes Euter
  2. Veränderung der Milchkonsistenz (klumpig, wässrig) und Auftreten von Eiter oder Blut in der Milch
  3. Reduzierte Milchproduktion
  4. Fieber und Lethargie der Kuh
  5. Verlust des Appetits

Schützen Sie Ihre Kühe vor Mastitis

Die Überwachung der Somatischen Zellzahl (SCC) ist der Schlüssel zur Eutergesundheit:

  • SCC < 100.000: Gesundes Euter.
  • SCC > 100.000: Verdächtiges Euter, muss genau überwacht werden.
  • SCC > 250.000: Verdacht auf Mastitis, führt zu ersten Sanktionen.
  • SCC > 400.000: Kritischer Wert, der zu einem starken Rückgang des Milchpreises führt.

Die Biosicherheit spielt eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung von Mastitis. Es ist wichtig, im gesamten Betrieb hohe Hygienestandards einzuhalten. Dazu gehören die regelmäßige Desinfektion der Melkanlagen, eine strenge Einstreuverwaltung und die Begrenzung des Kontakts zwischen gesunden und infizierten Kühen.

3 vorbeugende Maßnahmen gegen Mastitis bei Kühen

Melkhygiene
Schritt 1

Melkhygiene

Eine wirksame Pflege vor und nach dem Melken sorgt für bessere Qualität, schnellere Ergebnisse und reduziert Bakterien. Untersuchen Sie das Euter vor dem Melken und reinigen Sie es mit Euterpapier oder desinfizierenden Tüchern wie MS Lavettes. Tragen Sie beim Melken Handschuhe. Beginnen Sie mit gesunden Kühen, gefolgt von älteren und zuletzt Kühen mit gesundheitlichen Problemen. Alle Produkte zu Eutergesundheit ansehen
Nachbehandlung nach dem Melken
Schritt 2

Nachbehandlung nach dem Melken

Nach jedem Melken ist das Eintauchen der Zitzen in ein geeignetes Produkt eine wichtige Maßnahme. Dies trägt dazu bei, Entzündungen zu lindern, das Bakterienwachstum einzudämmen und eine kühlende, beruhigende Wirkung auf das Euter zu erzielen.MS Uddercare Magenta ansehen
Liegeboxenhygiene
Schritt 3

Liegeboxenhygiene

Eine gute Liegeboxenhygiene hilft, schmutzige Euter zu vermeiden. Wenn Sie die Liegeboxen regelmäßig reinigen, vor dem Mulchen auskratzen und mit Trockenmittel bestreuen, schaffen Sie eine saubere, trockene Umgebung. Wie schafft man ein trockenes Lebensumfeld?
Wasseraufbereitung
Schritt 4

Wasseraufbereitung

Sauberes Trinkwasser ist für optimale Produktionsergebnisse unerlässlich. Eine schlechte Wasserqualität kann zu einer verringerten Futteraufnahme und einem Rückgang der Milchproduktion um 10-15 % führen.Saubere Wasserversorgung sicherstellen

Experten empfehlen

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Cow standing in a field with a yellow eartag eating some grass

Spezifische Form: E-Coli Mastitis

Eine E-Coli Mastitis ist eine hochakute Blutvergiftung. Wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann das betroffene Euterviertel absterben. Falls die Krankheit auch andere Organe befällt, kann auch ein Organversagen, oder der Tod der Kuh, nicht ausgeschlossen werden.


Wie erkennen Sie eine E-Coli Mastitis?

Erste Symptome: plötzlich einsetzendes hohes Fieber (meist über 40°C), starke Schwellungen, Wassereinlagerungen, Rötungen und Wärme am Euter, Aussetzen der Milchleistung, statt Milch, wässriges, gelb-rötliches Sekret.

Wie infiziert sich das Tier mit E-Coli Mastitis?

E-Coli Bakterien gehören zur täglichen Umgebung der Kühe im Stall. Ein geschwächtes Immunsystem oder eine überdurchschnittliche Keimbelastung sind allerdings problematisch. Die Bakterien gelangen z.B. über das Blut aus dem Magen-Darm Trakt oder über Schnittwunden am Euter in den Körper und vergiften so den Euter.

Wie kann man eine E-Coli Mastitis vorbeugen?

Um die Gefahr einer E-Coli Mastitis zu reduzieren, ist es wichtig, das Immunsystem zu unterstützen. Bei einer guten Stallhygiene kann Einstreu helfen, den Keimdruck in den Boxen zu reduzieren. Mit Euterpflegemitteln werden die Zitzen gepflegt und gereinigt und so die Melkhygiene wesentlich verbessert.

Häufig gestellte Fragen über Mastitis bei Kühen

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